Kreativ durch Corona

Erstellt am Donnerstag, 17. September 2020

Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftsgymnasiums schreiben ein Buch über die Zeit während der Schulschließung

Siegen. Ausgerechnet an einem Freitag und dann auch noch der 13., ein Tag der alles veränderte. Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, schließt die Schulen wegen „Corona“ und krempelt damit das Leben der Schülerinnen und Schüler völlig um. Das der Lehrerinnen und Lehrer übrigens auch. Danach war alles anders. 

Schülerinnen und Schüler der jetzigen GYM1 des Wirtschaftsgymnasiums entschlossen sich, ihre Erlebnisse, Ängste und Sorgen aufzuschreiben. Herausgekommen ist das Buch „Leben und Lernen mit Corona – Eine Klasse unter Quarantäne“, 135 Seiten mit Geschichten der Betroffenen. Vom Klassenlehrer Falko Spork vorgeschlagen, hielten es die angehenden Abiturienten sofort für eine gute Idee. „Wir wollten unsere Erfahrungen dokumentieren und in Erinnerung halten“, erklärt Mohamed Belarbi, einer der fleißigsten Schreiber, seine Motivation.

Der Leser findet sich schnell in den Geschichten wieder. Strenge Regeln beim Einkauf, Maskenpflicht im öffentlichen Raum, Einschränkungen im beruflichen und im sozialen Bereich oder Unverständnis für die Entscheidungen der Politik. „Es war alles unbekannt, keiner wusste, was auf uns zukommen würde“, beschreibt Halil Özalp seine Gefühlswelt. Mohamed fand aber auch etwas Gutes für die Zeit der Schließung: „Jedenfalls bringt diese Zeit auch neue Perspektiven mit sich. Zeit mich sich, mit der Familie verbringen oder um Aktivitäten, die man lange vor sich hergeschoben hat, zu erledigen.“ Oder einfach mal ein Buch schreiben.

CoronaBuch

Bildzeile: Mohamed Belarbi war einer der fleißigsten Schreiber. 135 Seiten haben er und seine Mitschüler zusammengetragen und ein Buch daraus gemacht. Foto: Berufskolleg.

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