Nachrichten der Schule

FIBU-Praxistage und Zusatzqualifikation „Lohn und Gehalt“ für angehende Steuerfachangestellte

Erstellt am Donnerstag, 09. Januar 2020

Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung bietet Praxistage zur Finanz- sowie Lohn- und Gehaltsbuchhaltung durch externe Dozenten an.

Siegen. Jedes Jahr zu Beginn des ersten Ausbildungsjahres finden am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Siegen die FIBU-Praxistage statt. Gegenstand dieser Veranstaltung ist die belegorientierte Einführung in die manuelle und EDV-gestützte Buchführungstechnik sowie in die theoretischen Grundlagen des Rechnungswesens. Dabei wenden die Schülerinnen und Schüler an zwei Tagen eine gängige Praxis-Software in Verbindung mit zur Verfügung gestellten Lehrmitteln intensiv an.

„Ein wichtiges Ziel ist für uns, den Auszubildenden bestehende Zusammenhänge zwischen Theorie und Praxis zu verdeutlichen und einen praxisgerechten Einstieg in das Fach Rechnungswesen anzubieten. Den Lernenden soll dadurch von Anfang an die enge Verzahnung zwischen schulischer Buchführung und praktischer Finanzbuchführung aufgezeigt werden“, so Fachlehrer Thorsten Springob. Anhand zweier Musterfälle wird den Schülerinnen und Schülern das manuelle Grundwissen zur Buchung von Geschäftsfällen vermittelt. Dieses spezielle Lehrkonzept beinhaltet umfangreiche Belege und unterstützt die Lehrenden somit bei der praxisnahen Unterrichtsgestaltung. Für die Schülerin Katrin Kohlhaas gerade zu Beginn der Ausbildung eine sinnvolle Ergänzung zum Unterricht und zur Ausbildung im Betrieb.

Darüber hinaus bietet das Berufskolleg seit 2017 im dritten Durchgang den Auszubildenden im Bildungsgang Steuerfachangestellte eine attraktive Zusatzqualifikation an. Diese besteht aus einem 40-stündigen schulischen Grundkurs, einem 40-stündigen Aufbaukurs an mehreren Wochenenden und einem 14-stündigen PC-orientierten Praxisteil. Die Zusatzqualifikation wird mit einer zusätzlichen schriftlichen Abschlussprüfung vor der Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe abgeschlossen.

Für den Koordinator der Zusatzqualifikation, Thorsten Springob, sind auch diese Praxistage eine sinnvolle Ergänzung zum Unterricht: „Die Praxistage Lohn und Gehalt unterstützen auch hier zum einen die Verzahnung von Theorie und Praxis und zum anderen werden die Auszubildenden befähigt, ihre beruflichen Aufgaben im Bereich ‚Lohn und Gehalt‘ mit branchenspezifischer Software zu bewältigen.“

Externe Dozenten führen die Schülerinnen und Schüler sowohl in die Finanz- als auch Lohnbuchhaltung mit Programmen der DATEV ein. Für Markus Fix, Dozent der Steuerberaterkammer, ein wichtiger Baustein der Ausbildung: „Das sind Programme, die in der Praxis überwiegend genutzt werden.“

An den Praxistagen „Lohn und Gehalt“ wenden die Auszubildenden die im Unterricht zuvor theoretisch erarbeiteten Inhalte praktisch am PC an. Inhaltlich wird einiges gefordert: Die Schülerinnen und Schüler erstellen unter anderem die Lohn- und Gehaltsabrechnungen für ein Modellunternehmen aus der Möbelbranche. Neben der Erfassung von Kundendaten mit dem Programm bewältigen die angehenden Steuerfachangestellten komplexe Musterfälle mit geldwertem Vorteil durch Firmenwagenüberlassung oder Mutterschaft einer Mitarbeiterin.

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Bildzeile: Benjamin Fuchs unterstützte als Dozent die Auszubildenden bei der Bewältigung komplexer Musterfälle. Foto: Berufskolleg.

Weihnachtsandacht

Erstellt am Donnerstag, 09. Januar 2020

Siegen. Mit einer stimmungsvollen Andacht in der Aula wurde die Weihnachtszeit eingeleitet. Fern ab von Kitsch und Konsum ging es um Vertrauen. Vertrauen in die Menschen, in die Zukunft oder in den Glauben. Martin Reschke führte durch den Jahresausklang, der durch die Klassen HHU8, FSAO und den Literaturkurs gestaltet wurde. Die Schulband LIVE THE BEATS sorgte wie bei vielen anderen Anlässen für die musikalische Untermalung.

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Päckchen packen für die Siegener Tafel

Erstellt am Mittwoch, 18. Dezember 2019

Projekt „Helfende Hände“ am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung unterstützt die Siegener Tafel mit Weihnachtspaketen für Bedürftige.

Siegen. 165 Weihnachtspakete haben die Schüler gefüllt und dabei viele Meter Geschenkpapier, Unmengen Klebestifte und Deko verbraucht. Neben den Paketen konnten die Mitarbeiter der Tafel mehrere große Kisten mit Büchern, Kuscheltieren, Spielen und Kleidung in die Transporter einladen.

Bereits zum dreizehnten Mal hatte sich die Schule einem Spendenaufruf für die Siegener Tafel angeschlossen, die vielen bedürftigen Familien mit Kindern im Siegener Stadtgebiet ein paar Tage vor Heiligabend eine ganz besondere Bescherung bereiten möchte. Und so füllten sich bereits frühmorgens die Schultische mit Süßigkeiten, Lebensmitteln, Kinderspielzeug oder Büchern, die Schüler, Lehrer und Verwaltungsmitarbeiter mitgebracht hatten. Bis zum Mittag hatten die teilnehmenden Klassen Pakete geschnürt, dekoriert und mit Weihnachtswünschen versehen. Roswitha Junak-Mößner, 1. Vorsitzende der Siegener Tafel, zeigte sich begeistert. „Das ist jedes Jahr eine Freude, da geht uns das Herz auf.“

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Bildzeile: Roswitha Junak-Mößner (3. v. r.) und Tim Müller (2. V. r) von der Siegener Tafel packten mit an. Die Pakete wurden mit vielen Helfern in die Transporter geladen. Foto: Berufskolleg.

Kaufmann/-frau im E-Commerce am Berufskolleg geplant

Erstellt am Montag, 16. Dezember 2019

Siegen. Das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung kämpft um einen neuen Bildungsgang. Seit 01. August 2018 gibt es deutschlandweit den neuen anerkannten Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau im E-Commerce. „Ab 2020 hoffentlich auch in Siegen“, wünscht sich Bardo Nussbickel, Schulleiter am Berufskolleg. Der neue Ausbildungsberuf ist auf digitale Geschäftsmodelle ausgerichtet. Vor allem Handelsunternehmen haben durch den Bereich E-Commerce und Multichannel-Handel weitere Optionen ihre Produkte an den Kunden zu bringen. „Aber auch andere Branchen werden zunehmend digitaler, technischer und serviceorientierter“, erklärt Romano Klein, zuständig für die Einführung der neuen Ausbildung am Berufskolleg auf einer Infoveranstaltung für interessierte Ausbildungsbetriebe.

Einige heimische Betriebe bilden in diesem Beruf schon aus, allerdings liegen die Berufsschulen weit weg in Köln oder Hagen. Für Sophie Stremmel, Auszubildende bei Hees Bürowelt, eine weite Reise. Über 200 Kilometer muss sie an einem Berufsschultag zurücklegen. Gregor Kölsch, Ausbildungsleiter bei Hees Bürowelt, betont die Wichtigkeit regional auszubilden. Nach einer Bedarfsanalyse bei heimischen Ausbildungsbetrieben zeigte sich ein klares Interesse für die Ausbildung im E-Commerce in der Region. „Wir sind eine Einrichtung, die Dienstleistungen für die heimische Wirtschaft anbietet“, so Nussbickel. Dass das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung seine Hausaufgaben gemacht hat, bestätigt Romano Klein: „Wir sind bestens gerüstet, es fehlen lediglich die Anmeldungen und dann kann es losgehen.“

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Bildzeile: Romano Klein erklärte interessierten Ausbildungsbetrieben die Vorzüge des neuen Ausbildungsberufs. Foto: Berufskolleg.

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Bildzeile: Romano Klein (rechts) moderierte die Infoveranstaltung zum neuen Ausbildungsberuf. Foto: Berufskolleg.

„Hier hat Inklusion funktioniert“

Erstellt am Freitag, 06. Dezember 2019

Agentur für Arbeit Siegen - Pressestelle, Emilienstr. 45, 57072 Siegen

 

Fabian Plett und Leroy Giebeler sind zwei junge Männer, die erfolgreich ihre Ausbildung zum Fachpraktiker im Lagerbereich abgeschlossen haben und nun zu den so wichtigen Fachkräften in unserer Region gehören. Doch der Weg, den Sie gegangen sind, ist in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe bisher einmalig.

Anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung am 03.12 und der damit verbundenen Aktionswoche der Bundesagentur für Arbeit, traf sich das gesamte Netzwerk, um für mehr Inklusion, Chancengleichheit und Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben zu werben.

 

Der Begriff „Inklusion“ bedeutet erstmal nur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, in allen Bereichen. Einer der wichtigsten Bereiche ist das Arbeitsleben und für junge Menschen mit Behinderungen die Ausbildung. Barrieren sollen beseitigt werden und das funktioniert – vor allem wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen.  Mithilfe von unterstützenden Leistungen und Maßnahmen der Arbeitsagentur und eines sehr gut funktionierenden Netzwerkes, konnten beide ihre Ausbildung erfolgreich in zwei Betrieben, und somit auch in einer klassischen Berufschulklasse, meistern.

Fabian und Leroy haben ihr Ziele, eine Ausbildung zu erreichen, abzuschließen und anschließend eine Arbeitsstelle zu bekommen, nie aus dem Auge verloren.

„In der Beratung wurde uns recht schnell klar wie viel Potenzial die beiden mitbringen, dass sie aber auch einen individuellen Plan brauchen, um das Ziel zu erreichen. Und das wir von allen Beteiligten besonderes Engagement brauchen“, berichten Andrea Reschke-Frank und Karin Wirth, Reha-Beraterinnen der Agentur für Arbeit Siegen. Für gewöhnlich verläuft eine Fachpraktikerausbildung überbetrieblich, also bei einem Träger. Denn die Voraussetzung für eine solche Ausbildung in einem Betrieb ist, dass der zuständige Ausbilder eine Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation besitzt. Diese muss im Rahmen einer ca. 320 Stunden dauernden kostenpflichtigen Weiterbildung erworben werden. „Viele Arbeitgeber können die zusätzliche Qualifikation nicht vorweisen und das schreckt sie ab. Wir haben gemeinsam einen Weg gefunden, wie wir den jungen Menschen die betriebliche

Fachpraktikerausbildung ermöglichen können und gleichzeitig die Unternehmen auf diesem Weg begleiten können“, erklärt Klaudija Hövelmann, Diplom-Sozialpädagogin bei Reselve gGmbH.

Wir, das sind die Prozessbeteiligten in diesen zwei besonderen Fällen. Fabian und Leroy wurden bereits vor Beginn der Ausbildung in einer Maßnahme gezielt vorbereitet. Neben den beiden Reha-Beraterinnen der Arbeitsagentur und der Sozialpädagogin der Maßnahme von Reselve, wurden sie auch schon früh durch das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung begleitet. Denn beide durften schon vor der tatsächlichen Ausbildung als Gasthörer die entsprechende Fachklasse für den Lagerbereich besuchen. Zusätzlich hat das Berufskolleg den schulischen Rahmenplan für die Ausbildung auf die speziellen Bedarfe der beiden zugeschnitten und ihn von der IHK Siegen absegnen lassen.  Parallel zum Unterricht in der Berufsschule wurde Fabian von Lehrkräften des Berufsbildungszentrums der IHK Siegen (bbz) beschult. Beide hatten während der Ausbildung Unterstützung durch das Christliche Jugenddorf Siegen (CJD). Diese Unterstützung hat die Rehabiltationspädagogische Zusatzqualifikation für Ausbilder im Betrieb ersetzt. Natürlich war auch das besondere Engagement der Arbeitgeber ausschlaggebend für den Erfolg. Fabian hat seine Ausbildung bei dem Unternehmen Adient Automotive Components in Hilchenbach und Leroy im Autohaus Hoppmann in Eiserfeld absolviert. Nach erfolgreichem Abschluss sind sie weiterhin in den Unternehmen beschäftigt.

„Nur, weil alle Beteiligten über Ihre normalen Grenzen gegangen sind und mutig waren etwas Neues auszuprobieren, konnten wir dieses Ergebnis erreichen. Hier hat Inklusion funktioniert“, ist sich Christian Becker, stellvertretender Schulleiter des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung, sicher.

Presseinfo 82 2019 Fachpraktiker im Betrieb

Bildbeschreibung: Fabian Plett (5. von rechts) und Leroy Giebeler (6. von rechts) mit den Beteiligten der Agentur für Arbeit, der Reselve gGmbH, des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung, des CJD, des bbz und den Ausbildern der Unternehmen Adient Automotive und Autohaus Hoppmann.  

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